Terrrienkultur

 

Algemein

 

Hört man von fleischfressenden Pflanzen so denken die meisten Menschen an heiße Luftfeuchte und schwüle Terrarien. Doch diese sind nicht immer von Nöten. Manche Arten gehören aus unterschiedlichen Gründen (z.B. Rughepausen, ob nun Sommers oder Winters, oder zu geringer Luftzirkulation > Schimmelgefahr etc) grundsätzlich nicht in’s Terrarium. Hier habe ich versucht eine grobe Eingliederung zu erstellen:

 

In Wasser lebend (Hydrophyten)

aquatrische Utricularia, Aldrovanda

Sehr hohe Luftfeuchtigkeit evtl. mit Nebler

Nepenthes, Heliamphora,

 

Hohe Luftfeuchtigkeit

Genlisea, catopsis, Brocchinia, Queensland-Drosera

Zimmerluftfeuchtigkeit

Byblis, Cephalotus, terraristische Utricularia

Keine Ansprüche

Drosera, Sarracenia

Darlingtonia, Dionaea, Pinguicula, Ibicella, Drosophyllum, Roridula

 

 

Bevor man sich ein Terrarium kauft und es bepflanzt sollte man sich vieles überlegen. So muss man beispielsweise nicht nur zwischen terrariumgeeigneten und terreirumungeeigneten Pflanzen unterscheiden, sondern auch abwegen, welche Pflanzen zusammenpassen und welche nicht. So können 2 Arten eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, aber müssen im Winter getrennt, aufgrund einzuhaltender Ruhepausen getrennt werden. Ein leider beliebtes Beispiel für eine solche schädigende Zusammensetzung ist Venusfliegenfalle (Dionaea) und Kap-Sonnentau (Drosera capensis).

 

Bepflanzungsvarianten

 

Man unterscheidet 3 Arten der Terriengestaltung:

 

Topfvariante

 

Hierzu stellt man einfach alle Töpfe so wie sie sind in das Terrarium hinein und füllt dieses zwecks Anstau falls notwendig mit 2-3 cm Wasser auf.

 

Vorteile

Nachteile

Kein Beschädigen der Wurzeln bei Entnahme eines Topfes

Sieht nicht gut aus

Einfaches Herausnehmen des von Schädlingen befallenen Topfes um die Verbreitung zu stoppen

Kaum Wurzelfreiheit > verminderte Wurzelablegerbildung bei einigen Arten

> eingeschränktes Wachstum

Einfaches Umstellen bei Größenveränderungen der Pflanzen

 

Geringerere Torfverbrauch

 

Einpflanzvariante

 

Bei dieser Variante werden die Pflanzen direkt in das mit Torf aufgefüllte Terrarium bepflanzt.

 

Vorteil

Nachteil

Sieht wesentlich besser aus

> Landschaftseffekt

Krankheiten breiten sich wesentlich schneller aus (z.B. Schimmel)

Größerer Wurzelfreiraum

Wurzelbeschädigung bei Entnahme der Pflanzen

 

Hoher Torfverbrauch

 

Keine Mobilität

 

 

 

Einbettungsvariante

 

Die Einbettungsvariante verbindet Einpflanz- und Topfvariante. Hier werden die Pflanzen samt den Töpfen in das mit Torf gefüllte Terrarium gepflanzt.

 

Vorteil

Nachteil

Hohe Mobilität

Hoher Torfverbrauch

Geringere Ausbreitung von Krankheiten

Kaum Wurzelfreiraum

Keine Wurzelschädigung bei Entnahme der Pflanzen

z.t. Austrocknung der Töpfe möglich, falls das Substrat im Topf kein guten Kontakt zum Substrat im Terrarium hat

> notfalls saugfähige Stricke einbinden

Landschaftseffekt

 

 

 

Ich persönlich verwende trotz den auf dem ersten Blick überwiegend vorkommenden Nachteilen die Einpflanzvariante. Dies hat mehrere Gründe. U.a. der Landschaftseffekt. Bei genügend Pflege erkennt man Schimmel schnell und kann ihn auch so rechtzeitig erkennen. Pflanzen verkaufe ich nur selten und von der Mobilität nehme ich kein Gebrauch, da ich ein Terrreium lieber „naturbelassen“ vor sich hinwachsen lasse um ein ausgeglichenes Ökosystem zu schaffen.. Lediglich bei Schädlingen greife ich ein.

 

Materialien

 

Hat man sich für eine Varaiante entschieden sollte man sich gut überlegen was man braucht. Hier ist eine Liste:

 

          > nicht nötig wenn Beleuchtungsquelle in der Abdeckung integriert ist, allein eine Energiesparlampe und 2x 8 

      Watt Leuchtstoffröhren heizen mein Terrarium genug auf, hängt aber wiederum davon ab welche Arten man

      kultivieren möchte

 

Aufbau

 

Um nicht täglich gießen zu müssen legt man unten, gleichsam den umgekehrten Eimern in einem Moor,  eine Drainage-Schicht an. Statt ausgediente Gefäße verwendet man hier meist Blähton oder Seramis. Diese Wasserspeicherschicht sollte ca. 3-10cm stark sein

Darüber kommt das eigentliche Substrat. Je nach Art Weißtorf mit Zugaben wie Perlite, Vermiculite, Quarzsand etc. Da manche Insektivoren über ein ausgeprägtes Wurzelnetz verfügen sollte die Schicht mind. 10cm wesentlich besser >15cm sein.

Viele Fleischfresser mögen es nicht von oben gegossen zu werden, weshalb man an einer Ecke einen Gießspalt frei lässt. Realisierbar entweder durch einen mit Bodenlöchern versehenen Plastiktopf oder einem Stück Plexiglas, welches man im Dreieck mit 2 Kanten des Terrariums setzt. So kann man genau in die Drainageschicht gießen.

Die oberste Schicht ist bei den meisten Arten nur Zierde. Angebracht wäre z.B. eine Sphagnumschicht. Aber Vorsicht, diese Torfmoosgattung wächst sehr schnell und überwuchert regelrecht kleiner wachsende Arten (s. Drosera aliciae, dielsiana & co).

 

mit freundlicher Unterstützung von Giovanni Schober, Danke!


 

                                         Mein Hochlandterraium

Bau meines Terrariums

 

Alle begann damit das ich ich mir einige Artikel über die Terrarienkultur durchstöbert habe und mir diese Methode sehr gefiel.

Also informierte ich mich darüber wie man ein Terrarium selbst zusammen baut.

Ich nahm dann einige alte Scheiben dich ich zu Hause gefunden Habe und Schnitt diese per Glasschneider zu

3x 65 cm länge(2 xmal 64cm und 1x 65cm), davon zwei scheiben mit 35cm breite und eine mit 36cm breite.

Zwei Seitenscheiben mit den Maßen 35cm x 35cm musste ich mir beim Glaser machen lassen wobei ich ca 2,68Eur bezahlte.

Die etwas längere und breitere Scheibe (65cm x 36cm) diente als Aufsetzscheibe, dort wurden die anderen aufgesetzt und mit Silikon Kleber den man im Baumarkt bekommt verklebt, wichtig ist das man die kannten der Scheiben vorher abraut und und mit Spiritus oder Nitroverdünnung von Fett und Schmutz befreit.

Dann kann man beginnen, wenn man einen ausreichend großen Platz gefunden hat in dem das Silikon einige Tage antrocknen kann.

Am besten stellt man sich noch einige mit Wassergefüllte Falschen in die nähe um später die Scheiben des Terrarium besser abstützen zu können dann klebt man die Scheiben nach und nach auf, am besten erst die forder- und Hinterscheibe des Terrariums, da diese leicht nach innen versetzt sind, daran klebt man nun die beiden Seitenscheiben, (alle stehen auf der unteren Scheibe).

Wenn man fertig ist, lässt man das ganze für einige Zeit stehen!

Nachdem alles getrocknet ist sollte man ist mal vorsichtshalber mit Wasser befüllen um ein späteres auslaufen zu vermeiden.

Dann kann man es nach einer der oben genannten Methoden bepflanzen

 

Das Terrarium heute (2004)

 

Es wird von einer Energiesparlampe(21 Watt warm white) und 2x 8Watt Leuchtstoffröhren (cool white) beleuchtet.

Ich habe es nach der Einpflanzungsmethode bepflanzt, da mir diese besser gefiel. Ich habe es so angelegt, das ich feuchte Zonen für Utricularia livida und U. subulata (Wasserschlauch) in der vorderen linken Ecke habe und diese Zone von einer Erhöhung umgeben ist auf der unter meinem Nebler Nepenthes singalana steht.

Es hat von vorn nach hinten eine leichte Steigung, was die Ansicht und die Bepflanzungsfläche zusätzlich vergrößert.

in der rechten hälfte des Terrarium befinden sich kleine Stufen, die durch Steine befestigt wurden, so lassen sich kleine Höhenunterschiede realsieren, es ging mir hauptsächlich darum, dass drosera adelae alleine in Einer Stufe steht. Unter der Abdeckung befinfet sich in einer Eisschachtel mein Nebler.

Der Rest seht selbst.