BAU MEINES MOORBEETES


 

Alles begann damit, das ich nicht mehr genug Platz für meine Pflanzen zum Überwintern gehabt hatte.

So kam ich auf die Idee in einer Ecke unseres Gartens ein Moorbeet anzulegen,

doch vorher musste ich erst einmal meine Eltern dazu überreden!

Gesagt getan, sie waren zwar nicht sonderlich begeistert, aber sie haben nichts gegen mein Vorhaben gehabt!

Daraufhin überlegte ich mir wie es aussehen sollte und wo es hin kommen sollte, ich entschloss mich dann für eine rechteckige Form (2m x 1m)

Dann nahm ich Maße und und steckte an jede der 4 Ecken ein Stück Holz, um dass ich dann einen Strick wickelte!

Nun begann das ausheben des Loches!

Nachdem ich die Grube ausgehoben habe , beseitigte ich alle scharfen Gegenstände ( Steine, Äste )

und legte das Teichfließ darüber.

Und darüber dann die Teichfolie, das Fließ soll die Folie schützen.

 

Nachdem ich die Teichfolie in mühevoller Arbeit eingelegt habe, suchte ich mir einige Eimer und sonstige Gegenstände zusammen die ich als

Wasserspeicher verwenden wollte, ich hatte dann 11 Eimer gefunden in die ich Löcher bohrte und dann verkehrt herum in das Loch stellte.

Dazwischen legt ich dann noch einen Schlauch der mir als Wasserstandsanzeige dienen sollte und mit dem ich, falls es mal nicht regnen sollte,

Wasser nachfüllen konnte!

 

Dann begann ich die Zwischenräume mit angefeuchtetem Torf aufzufüllen!

 

            

insgesamt benötigte ich 8 x 225l Torf)            (nicht vergessen das Rohr einzuarbeiten)

 

           

(Und zum Schluss noch bis oben hin auffüllen)       (Das fertige Moorbeet Sommer 2003 bepflanzt)

 

          

(von der anderen Seite Sommer 2003)            ( Blick durch eine Schlenke mit Sarracenia purpurea   

 

Es ist jetzt mit folgenden Pflanzen bepflanzt:

- Dr. binata "T-Form"

- Dr. anglica

- Dr. filliformis ssp. filliformis

- D. muscipula

- Darlingtonia californica

- S. purpurea ssp. purpurea

- S. flava

- S. leucophylla

- S. x catesbaei

- S. psittacina (hat leider den Winter nicht überlebt)

- S. hybriden

 

Bericht Sommer 07/2004

 

Mein Moorbeet hat den Winter gut überstanden, bis auf wenige ausnahmen gab es keine großen Pflanzenverluste.

Den Winter nicht überlebt hat die Sarracenia psittacina, was wohl daran lag, dass sie den ganzen Winter über unter Wasser stand und durch das gefrieren des Wassers einfach "'zerdrückt'' wurde, oder es lag daran das sie einfach kein Sauerstoff im Wasser bekommen hat.

Bis auf den Verlust einer S. stevensii, gab es kein weiteren Verluste, sogar Darlingtonia californica hat den Winter überlebt und hat jetzt einige Ableger gebildet.

Im Frühjahr hab ich dann noch einige Pflanzen (S. oreohpylla und Drosera filliformis) hinzugeführt, die ich mir während dem Regionaltreffen SÜD der GFP zugelegt habe.

Später habe ich mir noch einige Begleitvegetation für mein Moorbeet bestellt, Mooraster (Aster nemoralis),Moornelke (Helonias bullata),Fieberklee(Menyanthes Trifoliata), und die Moosbeere (Vaccinum Oxycoccos) gehören nun zu meinem Moor.

Des Weiteren sind eine Menge Samen von Drosera rotundifolia aufgegangen, die jetzt einen 'Hang' im Moorbeet vollständig besiedelt, und noch weit darüberhinaus vorzufinden ist.

Samen von Drosera filliformis ssp. filliformis  die ich im letzten Jahr ausgestreut habe sind auch aufgegangen.

Nur ein Sorgenkind bleibt mir, meine S. leucophylla möchte irgendwie nicht so richtig wachsen, sie hatte einen Schlauch gebildet, der starb von oben her ab und es bildete sich ein Blütenansatz, und zahlreiche Ableger, nur leider wächst die Blüte nicht weiter.

Viele meiner Sarracenia haben eine Blüte gebildet, die hoffe ich mal Samen ausbilden werden, Drosera binata sieht sehr hübsch aus mit ihren vielen weißen Blüten, auch Drosera rontundifolia, filliformis ssp. filliformis, anglica , und intermedia blühen , wobei sie z.t mehr als 3 Blütensängel ausbilden.

Die Venusfliegenfalle hat den Winter gut überstanden und bildet ebenfalls 3 Blütenstängel aus.

Aufgefallen ist mir das es im Moorbeet extrem viele Spinnen gibt, die alle Nachwuchs bekommen, und das es mehrere unterschiedliche 'Ameisenhügel' gibt

 

 

 

 

 

 

Zum schluss gibt es noch zu sagen, das das Spaghnum welches ich letztes Jahr eingepflanzt habe, mehr in die Höhe als in die Breite gewachsen ist, es bildet wirklich ein undurchdringliches Geflecht, was vor allem die kleinen Sonnentaue verdrängt.

 

 

 

 

 

 

 

Hier nun noch einige Fotos vom Moorbeet im Juli 2004